Wuppertaler Schwebebahn

Die Wuppertaler Schwebebahn ist eine einmalige technische Attraktion Deutschlands. Wer einmal mit diesem mittlerweile 116 Jahre altem “Schätzchen” unterwegs war, wird diese Fahrt wohl nie vergessen.
1901, also vor Gründung der Stadt Wuppertal wurde die “Einschienen-Schwebebahn Barmen-Elberfeld-Vohwinkel” eröffnet. Eugen Langen, ein Zuckerfabrikant aus Köln hatte ihr Prinzip erfunden und wurde mit dem Bau beauftragt. Eigentlich handelt es sich bei der Bahn gar nicht um eine richtige Schwebebahn, weil sie anders als eine solche nicht an Magneten schwebt, sondern mit einer Schiene fest verbunden ist.
Die offizielle Bezeichnung ist deshalb Einschienenhängebahn. Sie war erbaut worden, weil der öffentliche Nahverkehr in den Ruhrstädten immer mehr zunahm und der damals noch ungebändigte und Hochwasser gefährdete Fluss Wupper sowie das bergige Gelände keine ebenerdigen Verkehrsprojekte ermöglichte. Also ging man notgedrungen “in die Luft”. Zu Beginn mochten viele Einheimische den “Tausendfüßler” über ihren Köpfen überhaupt nicht. Aber heute lieben nicht nur die Touristen sondern auch die Wuppertaler ihre Schwebebahn über die Maßen und sind stolz auf sie.
Mehr als 85.000 Fahrgäste benutzen die Schwebebahn täglich. Ihre Strecke ist 13,3 Kilometer lang, wovon 10 Kilometer über dem Fluss Wupper liegen. Es gibt 20 Stationen, die Fahrt von Endstelle zu Endstelle dauert rund 30 Minuten, der Abstand der einzelnen Stationen durchschnittlich knapp einen Kilometer. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt etwa 60 Km/h, die Durchschnittgeschwindigkeit liegt bei etwa 27 Km/h. In den Hauptverkehrszeiten verkehrt die Bahn im 3-Minutentakt.
Für die Wuppertaler ist es völlig normal, mit der Schwebebahn zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen zu fahren. Für Touristen dagegen ist es ein ganz besonderes und einmaliges Erlebnis in 8 bis 12 Metern Höhe über die Stadt, über das Umland und über die Wupper zu “schweben”. Die Wagen ruckeln und schaukeln ein wenig. Manchmal fährt man ganz nahe an den Häuserwänden entlang, sieht in Fenster, Balkone und Dachgärten. Dann wieder schlängelt sich die Bahnstrecke über die malerische Wupper, über Wiesen und Gärten. Es gibt auch Sonderfahrten, zum Beispiel im Kaiserwagen und im Panoramazug mit Kaffee und Kuchen. Sogar Geburtstagsfeiern, Betriebsfeiern und Hochzeiten kann man buchen.
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