UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein

Früher ein Steinkohlebergwerk in Essen, heute ein Architektur- und Industriedenkmal, welches im Dezember 2001 zum UNESCO Welterbe erklärt wurde. Das Wahrzeichen des Ruhrgebietes – ehemals größte Steinkohlezeche Europas – begeistert jährlich Millionen von Besuchern aus aller Welt und gilt damit als größte Touristenattraktion im gesamten Ruhrgebiet.

Wurden zwischen 1847 und 1986 noch insgesamt 240 Millionen Tonnen Kohle abgebaut, so besticht die Zeche Zollverein heute mit einem umfangreichen touristischen Angebot. Schon von weitem zieht die beeindruckende Architektur alle Blicke auf sich. Die Gestaltung wurde von Fritz Schupp und Martin Kremmer übernommen – ein sowohl ästhetisches als auch technisches Meisterwerk.

Die Zeche Zollverein wurde als letzte der 291 Essener Zechen im Dezember 1986 stillgelegt. Auf dem rund 100 Hektar großen Gelände befinden sich insgesamt 65 Gebäude und über 200 technische Anlagen und Maschinen – womit die Zeche als das größte Industriedenkmal weltweit gilt.

Mittlerweile hat sich das Welterbe Zollverein zu einem vielseitigen Standort für Kreativwirtschaft, Freizeit, Bildung und Tourismus entwickelt. Zu den touristischen Highlights vor Ort zählt zum Beispiel das angegliederte Ruhr Museum, welches zum Auftakt des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 eröffnet wurde. Die Ausstellung zeigt in drei Kategorien (Gegenwart, Gedächtnis und Geschichte) die Vergangenheit des Ruhrgebietes. Hinzu kommen regelmäßig stattfindende Sonderausstellungen zu vielen weiteren spannenden Themen, wie beispielsweise „Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte“.

Die zentrale touristische Attraktion stellt allerdings der Denkmalpfad ZOLLVEREIN® dar. Aufgrund der beeindruckend hohen Nachfrage stehen 110 ausgebildete Guides zur Verfügung. Die Führungen werden in 36 verschiedenen Formaten und zudem in acht Sprachen angeboten.

Der Zollpark hat sich außerdem zu einem beliebten Treffpunkt für sportliche Aktivitäten entwickelt. Ob Radfahren oder Joggen, ausreichend Platz wird hier in jedem Fall geboten. Um die Orientierung nicht zu verlieren befinden sich an verschiedenen Punkten übersichtliche 3D-Modelle des Geländes sowie diverse Aussichtsplattformen.

In den kommenden Jahren soll das Gelände noch weiterentwickelt werden und so zum Beispiel auch zu einer Event-Location ausgestaltet werden. Auch ist ein Hotelneubau in Planung.

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